ruynk

Wer A sagt, muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war.





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Arbeit

Projektieren: Systemanalyse und -design
Projektarbeit: Programmieren
Projektarbeit: Software testen
Projektarbeit: Sichern der Qualitaet
PM bzw. Projektleitung
Zusaetzliche Projekt-Aufgaben


Lernen

--- Wird erstellt wenn die Zeit dies zulaesst. ---

Sport und Freizeit

--- Wird erstellt wenn die Zeit dies zulaesst. ---



Ich distanziere mich nicht: Unsinnige Rechtslage in Deutschland.




Praktische Informationen:




Mindestmass an Missvertrauen bei Abzockverdacht

Ich werde angerufen. Aus dem anderen Ende der Leitung meldet sich eine Frau, Veronica Flach (Achtung: alle Namen habe ich geaendert!) von der Firma Infinity Gruppen-Loesungen (Name gaendert...) in der Tschechei. Will mir Aktien verkaufen. Die Dame war ganz nett und wir haben uns gut unterhalten, geschulte Verkaeuferin, tat ihr Job sehr gut.

Da ich zufaelligerweise Geld hatte (Urlaubsgeld bekommen, und ich gehoere nicht zu den Menschen, die Geld sammeln; wenn ich Geld habe versuche ich eine Moeglichkeit zum Ausgeben so schnell es geht zu finden), so dachte ich, dass nun der Schicksal mir eine nette Brokerin gesendet haette.

Ich sollte Aktien von einer Fa in den Staaten, die Metalle aus der Erde nimmt und soll auch grosse Besitztuemer an Land haben, kaufen. Und nun graben sie tiefer usw usf und die Aktie soll weit unterbewertet sein und man kann nichts falsches machen und man kann viel, viel Geld verdienen. Ich wunderte mich ein bisschen; wieso hat man eigentlich "mich" angerufen? Wo haben sie denn meine Telefonnumer und andere Daten? Die kriegt man nur vom Internet... ich bin nicht so vermoegend, dass ich echt interessant fuer solche Firmen waere. Na gut, etwas merkwuerdig.

OK, ich habe ins Internet gesucht. Nicht wie die Dame mir empfohlen hatte, ueber die Aktie und die Mining-Firma, sondern um die Infinity-Firma selbst. Das, was sie mir gesagt hat, wuerde schon eher stimmen, die Frage fuer mich war eher, ob man die Infinity-Firma vertrauen kann oder ob mein Geld futsch sein koennte.

Die Seiten der Infinity selbst waren standard, nur auf englisch. Aufgefallen ist mir zunaechst, dass die Infinity anscheinend keine "Rechtsform" besass. Sitz in der Tschechei... als naechstes habe ich ein Firmenregister aus der Tschechei gecheckt: Die Firma Infinity stand nicht registriert... So was?

Tja, lass uns mal ueber die Firma selbst googlen: Ja, da ist die Homepage der Firma, dann gibt es noch (nur?!) ein Presseeintrag auf deutsch... und gelesen; es schien so zu sein, als haette man ein Text ueber ein Uebersetzprogramm laufen lassen; man konnte schon verstehen, was da stand, aber... es war grausam. Was fuer einen Sinn macht es, so etwas zu veroeffentlichen? Von Suchmaschinen gefunden zu werden? Haben sie als Broker-Firma nur diese eine Pressemeldung generiert? Ausgerechnet Broker, die sich als "Analysten des Marktes" verstehen sollen? Auf deutsch, nicht auf enlgisch? Warum eigentlich?

Mittlerweile bin ich von der Veronica auch jeden Tag angerufen worden. Die Angebote wurden etwas bizarrer: ich durfte nun Aktien fuer 6 cent eines US Dollars kaufen und gleich anschliessend die gleiche Aktie fuer 7,9 cents verkaufen, wenn ich es so moechte... Das macht ein Profit von ueber 31%! Darf man so etwas glauben? Abgesehen davon, dass moeglicherweise solche Geschaefte existieren; Warum sollte jemand so ein brilliantes Geschaeft mir, ausgerechnet mir anbieten?

Noch bizarrer; man wuerde ein Konto auf meinem Namen in Taiwan eroeffnen, so dass ich keine Steuern bezahlen muss. Ich bekam Papiere ueber Email: Ein Geldtransfer (International Telegraphic Transfer Application) aber nicht dass sich dort ein Konto auf meinem Namen eroeffnen wuerde... Ich hatte auch gelesen, das genau solche telegraphischen Geldsendungen von solchen Empfaenger bevorzugt werden, die dann gleich mi dem Geld zu verschwinden pflegen.

Mir ist das ganze durch die "bizarre" Angebote (solche, die eigentlich gegen die Logik verstossen) auch sehr suspekt geworden.

Also ich rekapituliere:

Vorteil:
* Riesige Gewinne (OK, wir spekulieren halt)
* Keine Steuer bezahlen (oh, klingt sehr verlockend!)

Nachteil:
Geld weg. Gruende die dafuer sprechen sind:

  • Firma nicht registriert
  • Firma weitgehend unbekannt im Internet (weder gutes noch schlechtes ueber die Firma ist veroeffentlicht worden, auch nicht ueber die bekannten Menschen-Namen in der Firma; Veronica Flach, Carol David, -Name gaendert-)
  • Zweifelhafte Geschaefte (Telegr. Geldtransf., Steuern-Hinterziehung)
  • Knallharte Verkaufsmethoden (am Telefon)
  • "Unlogische" Gewinnmoeglicheiten

Meines Erachtens nach handelte sich hierbei um einen Abzockversuch. Garantieren kann ich es nicht, weil ich das Geld, das ich fuer die Gewissheit haette bezahlen muessen, nicht bezahlen wollte.

Wenn Sie mehr als ich wissen, oder doch mir etwas ueber dieses Thema mitteilen wollen, so schreiben Sie mir bitte: Ich freue mich sehr ueber jede Nachricht!


KennZahlAnalyse



Ein bisschen Theorie vorweg.

Kennzahlen sind Werte die einen Eindruck vermitteln ueber eine Groesse oder Werte die einen uebersichtlichen Vergleich ermoeglichen.

Als jede Vereinfachung sollen aber Kennzahlen nicht als das "non plus ultra" der Wahrheit erfasst werden sondern vielmehr als Arbeitshilfen.

Nie soll man die Verhaeltnismaessigkeit aus den Augen verlieren und jede Kennzahl immer darauf checken, aus welchen Zusammenhaengen sie sich ergibt.

So sind "Verzerrungen" moeglch aus bewussten und unbewussten, bekannten und unbekannten Wertaenderungen der involvierten Variablen.



Ich behandele hier, wie in allen diesen "ruynk" Seiten, die Kennzahlen die interessant/relevant sind fuer den privaten Mensch, nicht fuer Firmen.

Wie postuliert bin ich der Meinung, dass heutzutage private Verbraucher duerfen, genau so wie Firmen, mit mathematischen Analysemethoden die eigene wirtschaftliche Lage untersuchen und verbessern.



Also zunaechst koennen Sie untersuchen wie viel vom Gehalt z.B. fuer Kleider ausgegeben wird. Dabei entscheiden Sie zunaechst fuer welche Periode Sie berechnen: Monat, Quartal, Jahr.

Kleider-Ratio = KleiderAusgaben / Gehalt [% des Gehalts fuer Kleider]

Wenn Sie das gleiche mit allen Ausgaben machen, dann wissen Sie wie viel Sie fuer alles ausgeben.
So fangen Sie langsam an, eine Buchhaltung fuer Ihre Finanzen zu fuehren.

Interessant bei diesen Kennzahlen sind die aenderungen ueber Perioden hinweg (z.B. mit dem Vergleich der Ausgaben fuer Sportbekleidung in den letzten 5 Jahen koennen Sie sehen on Sie mehr oder weniger ausgeben und damit ob Sie da sparen koennen). Dabei ist es schon wichtig, so viele Sparten wie moeglich zu definieren.

Ein anderer interessante Vergleich ist der Vergleich mit anderen Personen: hier koennen Sie auch sehen, wo Einsparpotentiale gibt.

Auch mit Ihren Ersparnissen koennen Sie Kennzahlen berechnen und sehen wie sich Ihr Sparverhalten entwickelt und ggf Korrekturen vornehmen. Auch hier koennen Sie Vergleiche mit anderen Personen aufstellen und somit besser schaetzen, wo sich Risiken verbergen.

Sparbuch-Ratio = Ersparter Betrag auf dem Sparbuch / GesamtBetrag Ersarnisse [% der Ersparnisse auf dem Sparbuch]



Andere interessante Kennzahlen:


1. Wie viel von Ihrem monatlichen Gehalt verwenden Sie fuer Zinszahlungen?




Theorie: Planen von Unternehmungen

AKA

Planen von Operationen

AKA

Unternehmungsplanungstheorie

AKA

How to plan operations (german)

AKA

Theory of planning operations (german)



Es ist sehr wenig zu finden über dieses Thema. Ich darf davon ausgehen, daß es auch hierüber wenig bekannt ist. Erstaunlich doch, da es so viel (darunter auch so viel überflüßiges) zu lesen ist über so manchen eng verwandten Themen zu finden ist, wie z.B. Operations Management, Production Operations, Linear Programming, Business Risk, Projektmanagement(!) und Projektplanung u.a.

Aber halt, man kann viel (auch viel unnütz) im Netz finden... dennoch als Teil des sogenannten "Business Plans". Und das, was man darunter findet, ist doch kein Plan sondern einfach eine Beschreibung der Ziele der zu gründenden Firma; was man braucht um diese Ziele zu erreichen und vielleicht eine blaße "Stärke-Schwäche Analyse". Sehr hübsch, für das neue Unternehmen nicht ganz uninteressant, doch als "Planung" einer "Unternehmung" ist das nicht ausreichend. Ein "Business" ist ein "Unternehmen" im weitesten Sinne, nicht im engeren Sinne, und es ist diesen engeren Sinne das, was uns interessiert, wenn wir "Planen" tun.

Ich habe also einfach eine Liste der Punkte erstellt, die zu berücksichtigen sind, wenn man eine Unternehmung plant. "Theorien" und die Mathematik habe ich auf einem Minimum reduziert. Wer interessiert ist, der ist also aufgefordert, das hier weiter zu entwickeln. Ich würde mich auch sehr freuen, wenn ich mehr darüber von Euch hören würde :-)


Rezept zum Planen einer Unternehmung


1. Ziel der Unternehmung klar definieren: WAS erreicht werden soll. Meßkriterien festlegen.
2. Voraussetzungen klar definieren: WOMIT rechnet man jetzt am Anfang.
3. Zielzeit festlegen: WANN zu erreichen
4. Ziel der Unternehmung in Teilziele "faktorisieren" (in seinen Teilen trennen) Meßkriterien für das Erreichen jedes Teilziels festlegen.
5. Faktorisierte Teilziele zu Meilensteine (Zielzeit für die Teilziele) zuordnen (auf Reihenfolge achten!).
6. Zu jedem Teilziel samt Meilenstein eine FMEA (Fehler Möglichkeit- und Einfluß-Analyse) erstellen/durchführen. Auf die Wahrscheinlichkeit des Fehlers achten, diese quantifizieren. Das ist nicht anderes als eine Risiko-Abschätzung. Zu jedem Teilziel dann 1 bis 3 alternative Teilziele (Varianten) ausarbeiten und zuordnen.
7. Anhand der Risikoabschätzung den alternativen Teilzielen Meilensteine ausarbeiten und festlegen wie im Punkt 5. beschrieben.

Anmerkung: Bis hier und jetzt haben wir eine Liste an Teilziele mit Meilensteine samt reserve Teilziele mit Meilensteine. Die Teilziele sind im idealen Fall mit Wahrscheinlichkeiten behaftet.

8. Einfluß der alternativen (reserve) Teilziele auf den anderen Teilzielen klar definieren und anhand diesen neuen Einflüßen die ursprünglichen Meilensteine verschieben/anpassen. Dies ist am Besten auf einem Graph durchzuführen, wie im nächsten Punkt beschrieben.
9. Einen Kanten-Knoten Graph für die Analyse verwenden; siehe Bild:

graph

10. Jeder Teilziel soll genau analysiert werden. Dies erfolgt so:
10.1. Zu jedem Teilziel einen Aktivitäten-Vektor zuordnen: A:={a1, a2, ... an}. Auf die Reihenfolge achten.
10.2. Zu jedem Aktivitäten-Vektor zugeordnet/gehörend kommt einen Voraussetzungen bzw Konditionen bzw Beobachtungen Vektor dazu.
10.3. Zu den Aktivitäten könnte man Material brauchen: Also der Aktivitäten-Vektor wird für jede Aktivität mit einer Materialliste (Materialien die man für die Aktivität braucht) ergänzt.
10.4. Dazu kann es auch notwendig werden, bestimmtes Wissen/Können bei der Durchführung der Aktivitäten zu besitzen; also sollte in diesem Fall der Aktivitäten-Vektor mit diesem Wissen/Können ergänzt werden. Wenn das Wissen/Können nicht vorhanden ist, soll die Aktivität "Wissen/Können aneignen" dazu addiert werden.
10.5. Aus den zu den Aktivität-Vektoren gehörenden Listen (10.1. bis 10.4. kann man Kosten zuordnen und damit die Aktivitäten quantifizierbar für eine Optimierung machen. Also Kriegt jeder Aktivität-Vektor noch eine Komponente "Kosten".

11. Anhand der Aktivität-Vektoren:
11.1. Gleiche Aktivitäten (oder ähnliche) miteinander assozieren.
11.2. Optimierungsmöglichkeiten bei den Aktivitäten ausfindig machen (Aktivitäten z.B. von verschiedenen Teilzielen die gleichzeitig bzw hintereinander durchgeführt werden können).
11.3. Identifizieren der abhängigen Aktivitäten (wenn das Ergebnis einer Tätigkeit von einer anderen abhängig ist) und diese anpassen bzw optimieren.
11.4. Identifizieren der Aktivitäten, die an Gegebenheiten (Umgebungsbedingungen) angepasst werden sollen; diese einanander anpassen bzw optimieren.

12. Für jede Aktivität das gewünschte/erwartete Ergebnis klar definieren und diesen meßbar machen.

Anmerkung: Jede "Kante" kann wiederum zu einem "Plan" gemacht werden, wo die Aktivitäten zu Teilziele umfunktioniert werden. Das ist im Grunde eine Frage der "granularität" der Definition der Teilziele bzw Aktivitäten.

Ich würde mich sehr freuen wenn ich mit diesen Ausführungen etwas helfen konnte zu einem Thema, von dem erstaunlicherweise so wenig zu finden ist.



Optimierung



Optimierung ist ein Thema, welches mich schon vor langer, langer Zeit interessiert hat. Als angewandte Mathematik und insbesondere alle Methoden der Operations Research (auf deutsch: Unternehmungsforschung -haben Sie den Begriff schon mal gehoert???-) haben mich schon immer fasziniert.

Ich hab mich oft gefragt, wieso man so wenig ueber ein so spannendes Thema hoert. Ich habe bis Heute keine Antwort!

Die Menschen, die wirtschaften, die scheinen sich um Optimierungs-Methoden nicht zu kuemmern, als wuerden die Geschaefte schon gut genug laufen.

Stellenanzeigen, wo Optimierungsexperten gesucht werden? Habe ich nie gesehen.

Firmen die damit Werbung machen, etwas mathematisch optimiert zu haben? Nie was davon gehoert...

Aber es gibt doch Menschen, die sich mit dem Thema befassen... Wo sind sie? Was machen sie genau?
Man kann doch im Internet Dokumenten und Informationen darueber finden! Ja man kann: Diplomarbeiten. Wissenschaftliche Publikationen. Universitaets-Referate.

Wundern Sie sich, warum ein so Praxis-Bezogenes Thema wie Optimierung nur als Studium-Fach bekannt ist?
Wieso nutzen Firmen nicht die Einspar-Moeglichkeiten die die Wissenschaft bereitstellt? Ich wundere mich auch, sehr.

Doch die Wirklichkeit "da draussen" sieht so aus, dass Unternehmen zuallererst ueberhaupt damit beschaeftigen sind,

1) Das Tagesgeschaeft in den Griff zu bekommen mit Buchfuehren, Produktionsausfaellen und Mitarbeiter-Fuehrung, und

2) Den Absatz zu steigern mit Werbung, Produktentwicklung und Verkaeufer-Motivation,

so dass sie sich eigentlich nur sehr, aber sehr am Rande mit "Wissenschaftliches" beschaeftigen.
Es gibt auch eine alte Geschaeftseinstellung, die das unterstuetzt: "So lange das Gescheaft laeuft, aendere nichts daran".

Und ausgerechnet in den Zeiten die wir Heute erleben (2009) mit Computern, Wissen zugaenglich fuer jeden, Wohlstand und (etwas) Frieden, Arbeitslosigkeit und 35-Stunden-Woche, ist aber das Geschaeftsleben so ausgestaltet, dass

1) Die Arbeiter haben einen so stressigen Alltag, dass die gar nicht dazu kommen an Verbesserungen zu denken, und

2) Das Betriebs-Klima toetet (wie schon vor 100 Jahren) (in Allgemeinen, nicht immer) jede Regung von Menschen die etwas verbessern / Sich fuer ein Betrieb einsetzen wollen. Insbesondere dann vielleicht, wenn diese Menschen den Eindruck erwecken wuerden, "besser" als andere zu sein.

Aber ich denke, dass das, was fuer eine Firma gut ist, ist auch fuer den Einzelnen zu benutzen. M.a.W., wenn Sie optimieren, werden Sie besser wirtschaften.

Wollen wir bald hiermit anfangen?




Six Sigma

Abkuerzungen


COPQ: Cost of poor quality
DPMO: defects per million opportunities
DPO: defects per opportunity
DPU: defects per unit
KM: Knowledge Management
KBSS: Knowledge Based Six Sigma (Kombination aus KM und SS)
ppm: part (piece) per million
QC: Quality Control
TQC: Total Quality Control
TCM: Total Quality Management
SS: Six Sigma
SQC: Statistical Quality Control


Einfuehrung

Sollte man glauben, wass man so liest, so ist 6-Sigma die Loesung aller Probleme. Kunden sind gluecklich, Mitarbeter engagiert und Shareholder zufrieden.
"Everybody who touches it wins".
Stimmt das?


Viele KMUs kennen zwar 6-Sigma aber halten es nicht fuer geeignet, eingesetzt zu werden.

Wiederum andere sollen keine gute Ergebnisse erzielt haben: Grund dafuer kann sein, dass die Verwaltung von Daten und Informationen in eben diesen Firmen eher schwach ist.
Besonders geht es um

  • Messen, sammeln, speichern und anwenden der gespeicherten Daten
  • Statistische Analyse der gespeicherten Daten
  • Informations-Gewinnung aus den Daten
  • Statistische Modellierung aus den Daten
  • Zukunftsprognosen aus dem statistischen Modell

Die Datenverwaltung kann man in 3 Teile unterteilen:
  1. Management: Sammeln, speichern und analyse der Daten, Generierung von Information
  2. Verwendung: analyse der Ergebnisse, Verwendung der Information, Wissen erzeugen
  3. Ausfuehrung: Benutzen des erzeugten Wissens, Weiterleitung der Information.

Ziel von 6-Sigma ist, die Fehlerrate auf 3,4 Stueck pro Million (genauer: DPMO) zu reduzieren.
Das entspricht (ein bisschen mehr als) 1 Fehler je 300.000 "Opportunities".


Um ein Projekt zu bearbeiten, bedient man sich des DMAIC-Akronyms (bzw DMADV bei "neuen Projekten").


Dies bedeutet:


Define (das Problem) Measure (Messen, Bestandaufnahme m.a.W.) Analyse (denken, was man da machen kann) Improve (finden einer Loesung) (bzw Design, bei neuen Projekten) and Control (ob die gedachte Loesung auch eine Loesung darstellt) (bzw Verify bei "neuen Pojekten", was das gleiche in Gruen darstellt).


Jetzt wird es aber interessant: 6 Sigma steht fuer die Normalverteilung (die Gauss-Glocke) und sagt aus, dass das Ziel der Produktion ("Produktion" steht hier selbstvetretend fuer alle schoepferischen Taetigkeiten: Design, Fabrikation, etc) ist es, innerhalb 6 Sigmas zu bleiben, was gleichbedeutend ist mit einer Fehlerrate von 99,99966%, 3,4 DPMO eben.


M.a.W. wird die statistische Abweichung drastisch reduziert. Das bedeutet nichts aderes, als dass man genauer produziert (oder arbeitet, wenn man will).


Man kann hier herum viel Mathematik betreiben, viel Statistik berechnen und viele Nummer produzieren. Aber das Grundprinzip ist und bleibt: Um wenige Fehler zu produzieren muss man genauer arbeiten.


Und zur den Begrifflichkeiten: In Anlehnung an die asiatischen Kampfsportarten werden die Teilnehmer an einem Six-Sigma Projekt mit bunten Guerteln dekoriert; der Chef nennt sich Champion (bedeutet sehr wichtiger Chef), dann kommen die "Master Black-Belts" (bedeutet wichtiger Chef), dann die Black-Belts (BB, bedeutet Chef), dann darunter die gruene (green) Belts (GB, bedeutet etwas zwischen Chef und Arbeiter) und darunter noch die gelben (yellow) Belts (YB, die sind, die arbeiten sollen).


Das ist dann die Hierarchie des Teams. Das ist alles.


Vorteil von 6-Sigma: Ziele werden klar definiert und es wird gemessen, so dass die Ergebnisse quantifizierbar sind. Prognosen sind genauer zu dokumentieren.


Nachteil von 6-Sigma: Abgesehen von dem Kinderkram mit den bunten Guerteln, der Wiederholung von Allgemeinwissen in einer Formel (DMAIC) und des mystischen Hauchs mit dem Six Sigma ins Leben gerufen wurde, gibt es nur einen bekannten Kritikpunkt an Six Sigma:
Die Qualitaetsanforderungen koennten "blind" angewendet werden , ohne Ruecksicht auf das zu verbessernde Prozess. Es ist also wichtig zu definieren was genau soll six-sigma-verbessert werden.


Fazit


Ich halte die Idee fuer gut, ist aber alter Wein in neuen Schlaeuchen (Qualitaets-Verbesserung).


M.a.W., wenn die Produzierenden "stets" an die Qualitaet denken wuerden, so wuerde man das Ziel auch erreichen, ganz gleich mit welchem Namen es benannt werden soll.


Ganz im Sinne der modernen Kommunikation in heutigen Unternehmen (Stichwort "Management bei PowerPoint + ClipArt-CD-ROM") geht es darum, bunte Folien mit alten Wissen in neuen Woertern auf die Wand zu werfen.


Ich persoenlich denke doch, dass das Problem mit der "Qualitaet" liegt eher daran, dass sie nicht professionell betrieben wird, sondern stiefmuetterlich als "notwendiges Uebel" am Rande der Produktion. Das Problem liegt demnach in der Auffassung der Qualitaets-Taetigkeit: so lange dies als "Hobby einer Abteilung" betrachtet wird, hat sie keine Chance. Qualitaet muss professionell von der gesamten Organisation betrieben werden. Dann funktioniert sie auch und es ist dabei egal, was fuer einen Namen sie bekommt.





Die "Theorie" der Wirtschaft


Es gibt eine "Theorie" ueber die Wirtschaft und es gibt sogar Menschen die behaupten, es existiere eine Wirtschaftswissenschaft. Tatsaechlich aber ist die Wirtschaft als Wissenschaft ein Gedankengebaeude ohne wirklichen Bezug in der Realitaet des "Wirtschaften". Zwar hilft die Theorie um allgemeine Aussagen zu machen, um einigermassen nachvollziehen was passiert und bei Umstaenden, die nicht allzu weit Weg von den Annahmen der Theorie liegen, kann man sogar denken, das die Theorie stimmt.
Aber sie stimmt nicht.
Und sie kann auch nicht stimmen weil das Wirtschatliche Geschehen von Menschen fuer Menschen erzeugt wurde, und somit handelt es sich nur um ein Regelwerk an Spielregeln, die nach Bedarf geaendert uns angepasst werden. Somit ist jede "Theorie" zum Scheitern verurteil. Ich postuliere, dass es eine Reihe an logichen Zusammenhaengen (wenn-dann Regel) sehr wohl gibt; aber von einem in sich geschlossenen System, gar einer Theorie, kann ueberhaupt nicht die Rede sein.

Eine Spieltheorie ueber das Schachspiel oder auch die Roulette als Spiel (wohlgemerkt, nicht die "Spieltheorie" alt Teil der Mathematik!) hat eine viel groesse Daseinsberechtigung als eine Wirtschaftswissenschaft, da diese Spiele doch nicht ihre eigene Regeln nach belieben aendern.




Design und Realisierung: ruynk - July 2013

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